Reinigung

Die richtige Reinigung erhält wertvolle Oberflächen

Pulverbeschichtete und eloxierte Metalloberflächen werden durch Atmosphäre und Umweltbedingungen beeinflusst. Völlig "wartungsfreie" Oberflächen gibt es nicht, sie verschmutzen mit der Zeit und das Aussehen verschlechtert sich. Eine regelmässige Reinigung erhält das dekorative Aussehen und schützt besser vor Umwelteinflüssen.

Die Reinigungsarten

Erstreinigung Nach der Fertigung und/oder vor Bauabnahme
Grundreinigung Nach mehrjähriger Standzeit ohne Reinigung
Intervallreinigung Folgereinigung nach Erst- Grundreinigung

Die Erst- bzw. Werkstattreinigung

Die Reinigungsmittel

Art - Wirkung
Klassische Reiniger - Physikalisch (fettlösend) oder Mechanisch (abrasiv)
Konservierer - Mit wasserabweisenden Additiven

Kombinationen sind ebenfalls möglich. Der PH-Wert sollte zwischen PH 5 und 8 liegen. Benutzen Sie bitte keine Scheuermittel, Lösungsmittel, Stahlwolle, Fluoride, Chloride und ähnliches, diese greifen die dekorative Oberfläche an. Verwenden Sie nur Reiniger, die von der Gütegemeinschaft Reinigung von Metallfassaden e.V. geprüft sind.

Erstreinigung Eloxal und Beschichtung

Zunächst mit Wasser und Netzmittel (handelsübliches Spülmittel) sowie weicher Bürste die Oberfläche vorsichtig abwaschen. Danach mit einem Pflege-Fluid (Reiniger) und einem sauberen Baumwolltuch reinigen.

In beiden Fällen bitte zuerst auf einer Musterfläche (Nichtsichtseite) testen. Auf mögliche Schmutznester achten. Bei Einschicht-Metallic bitte besondere Vorsicht: hier befinden sich die Metallic-Pigmente direkt unter der Oberfläche.

Im Anschluß die gereinigte Fläche gründlich mit Wasser und Schwamm abwaschen. In Ritzen und Nuten darf kein Reiniger verbleiben.

Woher den richtigen Reiniger?

Ein geeignetes zugelassenes Reinigungsmittel können Sie über die Firma Alufinish GmbH & Co. KG per E-Mail an oder telefonisch unter 02632 9297-0 bestellen.


 

Vorbehandlungen nach DIN 17611

Mechanisches Verfahren

Kurzzeichen - Arbeitsgänge - Struktur/Aussehen der behandelten Teile
E 1 - geschliffen - gleichmäßig helle Oberfläche: Schleifriefen sichtbar
E 2 - gebürstet - matt glänzend: tiefe Kratzer evtl. sichtbar
E 3 - poliert - glänzend: Kratzer und Pressriefen noch sichtbar
E 4 - geschliffen, gebürstet und mikroliert - gleichmässig helle Oberfläche: keine Kratzer/Pressriefen sichtbar
E 5 - geschliffen, poliert - glänzend

Chemisches Verfahren

Kurzzeichen - Arbeitsgänge - Struktur/Aussehen der behandelten Teile
E 0 - ohne wesentlichen Oberflächenabtrag - Pressriefen und Kratzer erkennbar
E 6 - chem. behandelt in Spezialbeize, mit leichtem Oberflächenabtrag - satiniert-matt; tiefe Kratzer / Pressriefen noch sichtbar


 

Eloxal-Veredelung von Aluminium

Eloxal - Veredelung von Aluminium


 

Verdichtung

Nach den Veredelungsvorgängen Beizen, Spülen, Anodisieren (+ evtl. Färben) ist die anschließende Verdichtung der noch offenen Oberflächenporen wichtig, um einen dauerhaften Schutz des veredelten Materials zu erreichen. Die Verdichtung erfolgt bei ca. 96 Grad Celsius im Wasserbad über eine von der GAA (Güteschutz für Aniodisiertes Aluminium) definierte Zeit. So entsteht ein Schutz vor Korrosoin und Verschmutzung.

Aufbau der Eloxalschicht

Aufbau der Eloxalschicht

Die Skizze verdeutlicht den schematischen Aufbau der Eloxalveredelung.

1 - Amorphes Aluminiumoxidhydrat
2 - Pore
3 - Sperrschicht
4 - Aluminium

Die Schichtstärke der Eloxalveredelung beträgt ca. 20 Mikrometer[µm].


 

Eloxalfähige Legierungen

laut DIN 17611 sind vor allem:

AlMg1

AlMgSi 0,5

Al99,5